Im Alltag Müll vermeiden – Tipps für mehr Nachhaltigkeit

In meinem vorherigen Artikel habe ich über die Macht der Gewohnheit geschrieben und darüber, wie man mit realistischen Zielen und kleinen Erfolgen sein großes Ziel erreichen kann. Mein Vorsatz fürs neue Jahr war der, im Alltag noch weniger Müll zu produzieren. Zwar versuche ich bereits seit Längerem darauf zu achten, aber wie sagt man so schön? „Besser geht immer.“ Im Alltag Müll vermeiden – Tipps für mehr Nachhaltigkeit in deinem Leben

Um mich nicht bereits im Vornherein zu überfordern, habe ich mein Ziel zunächst in die drei Bereiche „Küche“, „Unterwegs“ und „Bad/Hygiene“ unterteilt und mir für die einzelnen Bereiche einmal aufgeschrieben, was ich konkret schon umsetze und wo ich noch Verbesserungsmöglichkeiten sehe. Diese möchte ich im Folgenden gerne mit euch teilen.

Es ist unwichtig, ob ihr bei diesem Thema bei Null startet, oder bereits einige meiner Tipps umsetzt. Wichtig ist, mit einer Sache anzufangen. Zu Beginn muss man noch ständig daran denken, beispielsweise immer einen Jutebeutel zum Einkaufen mitzunehmen. Irgendwann ist man aber daran gewöhnt und greift ganz automatisch zu Jutebeutel und Portemonnaie, wenn man das Haus zum Einkaufen verlässt.

Im Alltag Müll vermeiden –Tipps für jeden Tag

Hier meine Tipps zunächst im Überblick – die Nummer 10 klingt so einfach, ist aber besonders wichtig. Im Alltag Müll vermeiden – Tipps für mehr Nachhaltigkeit in deinem Leben können so einfach sein!

Im Alltag Müll vermeiden – 10 Tipps

  1. Unverpackt einkaufen
  2. Essensplan schreiben und Vorkochen
  3. Waschbare Küchentücher
  4. Jutebeutel mitnehmen
  5. Coffe-to-go im eigenen Mehrwegbecher
  6. Lunchbag / Vesperdose
  7. Rasierhobel
  8. Festes Shampoo / Duschgel
  9. Waschbare Abschminkpads
  10. Gewohnheiten etablieren.

Müll vermeiden in der Küche

Unverpackt einkaufen

Viele Supermärkte bieten mittlerweile unverpackte Alternativen, besonders in der Obst- und Gemüseabteilung. Loses Obst und Gemüse muss nicht in den bereit gestellten Papier- oder Plastiktüten verpackt werden, sondern kann auch in Stoffbeuteln untergebracht werden. Für Viele ist auch der Gang zum Wochenmarkt eine Option, wo es das Obst und Gemüse ohnehin nur unverpackt gibt. Aber auch Nudeln, Reis, Nüsse usw. kann man unverpackt kaufen. In vielen Städten gibt es Unverpacktläden und auch manche Supermärkte bieten Lebensmittel in großen Säulen zum selbst abfüllen an. Hier können beispielweise selbst mitgebrachte Dosen und Gläser verwendet werden. Besonders praktisch: Man kann genau die benötigte Menge kaufen und ist nicht an irgendwelche Abfüllmengen der Lebensmittelindustrie gebunden. Besonders für Single-Haushalte ein Riesenvorteil!

Essensplan schreiben und Vorkochen

Oft kauft man zu viel und schafft es nicht, die Lebensmittel rechtzeitig vor ihrem Verderben zu verarbeiten oder zu essen. Hier hilft es, sich bereits vor dem Einkaufen zu überlegen, was man die Woche über kochen und essen möchte. Ich schreibe mittlerweile jeden Sonntag einen Plan und überlege mir, welche unterschiedlichen Gerichte ich mit wenigen Lebensmitteln zubereiten kann. Dann kaufe ich montags genau diese Lebensmittel ein und kann so sicherstellen, nicht zu viel oder das Falsche zu kaufen. Außerdem koche ich vor und wenn doch einmal was überbleibt, friere ich es ein, um auch in hektischen Zeiten ohne viel Zeit zum Kochen immer eine leckere Mahlzeit zu haben. Wer für mehrere oder die ganze Familie kocht, kann von diesen Strategien auch sehr profitieren.

 

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Waschbare Küchentücher

In vielen Küchen sind Küchentücher aus Papier im Einsatz, um kleine Kleckereien schnell aufzuwischen. Es gibt sie allerdings auch in der waschbaren und wiederverwendbaren Variante. Da spart man einiges an Müll und man kann sie einfach mit den Handtüchern in die Wäsche geben, wenn man ohnehin wäscht.

Müll vermeiden unterwegs

Jutebeutel mitnehmen

Auf dem Nachhauseweg mal eben schnell noch was einkaufen, das kennen wir alle. Ist kein Jutebeutel zur Hand, greift man eben doch zur Papier- oder Plastiktüte. Besser also immer einen oder sogar mehrere Stoffbeutel dabeihaben – in der Handtasche, im Handschuhfach vom Auto oder in der Kinderwagentasche.

Coffee-to-go-Becher

Wer sich gerne beim Bäcker oder im Café einen Kaffee zum Mitnehmen gönnt, darf sich selbst einmal ausrechnen, wie viele Einwegbecher er im Monat verbraucht. Wer sich stattdessen einen Mehrwegbecher einpackt spart nicht nur Müll, sondern in vielen Cafés sogar Geld, denn oftmals zahlt man für den Kaffee im selbstmitgebrachten Becher ca. 20 Cent weniger. Dies summiert sich je nach Kaffeekonsum ziemlich. Viele Cafés bieten auch stylische Mehrwegbecher zum Verkauf an. Ein weiterer Vorteil: Die Mehrwegbecher sind oft wärmeisolierend und der Kaffee bleibt länger heiß.

Lunchbag / Vesperdose

Wenn Termine öfter mal länger dauern als geplant, meldet sich unterwegs schnell der Hunger. Wer dann nicht im selbst mitgebrachten Lunchbag vorgesorgt hat, sondern sich unterwegs was zu essen kauft, hat am Ende wieder unnötigen Verpackungsmüll in den Händen. Besser vorsorgen und so nicht nur Müll sondern auch Geld sparen. Essen to go ist nämlich immer teurer, als zuhause selbst zubereitetes. Einpacken kann man beispielweise in Beuteln aus Stoff oder Brotdosen aus Metall, Glas, Holz oder Plastik.

Müll vermeiden im Badezimmer

Rasierhobel

Eine gute Alternative zu herkömmlichen Plastikrasierern sind Rasierhobel. Manch einer kennt sie vielleicht von Papa’s oder Opa’s Rasur. Die Klingen müssen zwar auch ausgetauscht werden, allerdings sind sie schärfer und halten somit länger. Außerdem entfernt man beim Rasierhobel nur das Klingenblatt, wohingegen man beim herkömmlichen Rasierer immer den Plastikkopf samt Klingen wegschmeißt. Die Nutzung ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, wer sich aber vorsichtig herantraut, wird mit einem sauberen Rasurergebnis belohnt. Weiterer Vorteil: Die Klingen lassen sich einfacher reinigen, was Rasierbrand vorbeugt.

Festes Shampoo / Duschgel

Mittlerweile in jedem Drogerie- und Supermarkt zu haben: Shampoo und Duschgel in fester Form. Die Seifenähnlichen Stücke sind praktisch in der Anwendung und sparen einiges an Müll. Zugegeben, sie sind oft teurer als das Pendant in der Plastikflasche, dafür sind sie deutlich ergiebiger und halten länger. Erhältlich in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen und für nahezu jeden Haut- und Haartyp.

Waschbare Abschminkpads

Statt Wattepads zum Abschminken zu benutzen, die danach in der Tonne landen, eignen sich auch waschbare Abschminkpads hervorragend. Man könnte beispielsweise auch einfache Waschlappen benutzen. Diese sparen nicht nur Müll, sondern sind oft auch weicher und somit hautfreundlicher.

Müll vermeiden – als Gewohnheiten etablieren

Damit die Vermeidung von Müll und Verschwendung nicht ein kurzzeitiger Trend bleibt, ist es sehr bedeutend, aus den Strategien feste Gewohnheiten zu machen. Der Mensch neigt dazu, Verhalten phasenweise zu verändern. Um die Umwelt für die nächsten Generationen zu schützen, sollten wir die angeführten Tipps aber fest in unser Leben integrieren. Teils ist es gar nicht viel Aufwand, oft sogar sparsamer als das übliche Konsumverhalten. Wenn Müllvermeidung zur festen Gewohnheit wird, können wir alle nur gewinnen!

 

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Das waren meine Müll vermeiden-Tipps, die echt leicht umzusetzen sind, oder? Die Liste an Vorschlägen zur Müllvermeidung im Alltag lässt sich natürlich noch weiter ergänzen. Welche Tipps kennt ihr, welche setzt ihr bereits um? Lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen!

Artikelbild: Benjamin Brunner / Unsplash

About Anna-Lena

Als gelernte Schneiderin und studierte Textilbetriebswirtin blickt Anna-Lena im Berufsleben täglich hinter die Kulissen des Modebusiness. Ihr Fokus liegt dabei stets auf Nachhaltigkeit. Bei YouJoy ist sie die Expertin für Modebranchen-Insights, aufstrebende Labels aus der Green-Fashion-Szene, Naturkosmetik und vegane Ernährung.

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