Gesunde Chips – Alternativen zu Chipsfrisch, Pringles und Co.

Wir lieben Chips! Aber wir wissen auch, dass Chips nicht wirklich gesund sind. Oder stimmt das etwa nicht? Wir haben uns verschiedene Chips-Sorten etwas näher angeschaut. Was ist gerade an den großen Marken nicht zu empfehlen? Gibt es andere Optionen, die weniger ungesund sind? Gesunde Chips – Alternativen zu Chipsfrisch, Chio und Co.

In dieser neuen Artikelreihe auf YouJoy befassen wir uns mit gesunder Ernährung. Da sind Chips direkt ein guter Einstieg – denn sie gelten eher als ungesund. Chips, Pommes und Co. sind gleichzeitig so lecker, dass sie (fast) süchtig machen. Wie können wir mit diesem Konflikt umgehen?

Gesundheitliches Risiko durch Chips-Verzehr

Was genau ist eigentlich das Problem? Warum hat der menschliche Körper mit den beliebten Snacks so zu kämpfen? Chips sind aufgrund ihres hohen Stärkegehalts in Kombination mit ungesunden Fetten äußerst schädlich.

Studien haben gezeigt, dass Kartoffelsnacks mit einem um 50 % erhöhten Risiko verbunden sind, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, einschließlich Krebs, zu sterben. Besonders tödlich soll die Wirkung sein, wenn mittags Chips, Pommes und Ähnliches gegessen werden.

Gefahr durch Acrylamid

Eine besondere Gefahr geht von dem erhöhten Acrylamidgehalt in vielen Chips aus. Studien haben gezeigt, dass Acrylamid bereits bei Temperaturen von 120 Grad Celsius aus Stärke und Zucker und der Aminosäure Asparagin gebildet wird.

Dieser Stoff entsteht beim Frittieren, Grillen, Frittieren oder Backen von stärkehaltigen Lebensmitteln bei hohen Temperaturen. Kartoffelchips enthalten Acrylamid, und der Verzehr einer Portion pro Tag erhöht das Krebsrisiko deutlich.

Gesunde Chips? Verschiedene Arten von Fetten

Fett ist natürlich nicht gleich Fett: Gesättigte Fettsäuren sind ziemlich ungesund, und ungesättigte Fettsäuren sind lebenswichtig für den Körper. Gesättigte Fettsäuren erhöhen die Blutfettwerte, was wiederum die Entzündungswerte im Körper erhöht.

Man kann sagen, dass gesättigte Fettsäuren der natürlich Gegner von ungesättigten Fettsäuren sind. Gesättigte Fettsäuren wirken sich negativ auf das Herz-Kreislauf-System aus und erhöhen das Risiko einer koronaren Herzkrankheit. Und selbst die guten Fette sollten nicht unbegrenzt konsumiert wird.

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Industrielle Herstellungsweise und gesunde Chips

Ein weiterer Kritikpunkt sind stark überarbeitete Lebensmittel, die kaum noch erkennen lassen, ob und wann sie einen natürlich Ursprung haben. Das gilt besonders für Süßigkeiten, aber auch für einige salzige Snacks.

Generell lässt sich sagen, dass Lebensmittel mit möglichst natürlichem Ursprung und in ursprünglicher Form gesundheitliche Vorteile haben – z.B. frisches Gemüse oder Obst. Was direkt aus der Natur kommt, das ist für den Menschen häufig deutlich leichter zu verwerten und zu verdauen.

Große Industriemarken mit schlechten Werten

Wir wollen hier jetzt nicht pauschale alle großen Marken wie Chipsfrisch und Chio niedermachen. Bei Partys und Co. essen wir die auch gerne. Für den (sehr) regelmäßigen Konsum sind sie aber durch die Zutaten nicht so gut geeignet.

Als Beispiel: Die Chips Red Paprika von Chio enthalten laut Hersteller zwar keine künstlichen Geschmacksverstärker, Aromen oder Farbstoffe. Dafür aber auf 100 Gramm 33 Gramm Fett, wovon 3 Gramm gesättigt sind. Hinzukommen 1,6 Gramm Salz – das wir generell sparsam zu uns nehmen sollten.

Nicht zuletzt verstecken sich 2,7 Gramm Zucker in dem salzigen Snack. Ganz ähnliche Werte finden sich bei den berühmten Chipsfrisch ungarisch. Bei Pringles liegen die gesättigten Fettsäuren mit 3,6 Gramm am höchsten und die (unnötigen) Zusätze sind noch zahlreicher.

Gesunde Chips – Alternativen zu Chipsfrisch etc.

Welche Alternativen gibt es denn nun? Sind beispielsweise Bio-Chips generell besser? Obwohl die Zutaten aus biologischer Herstellung in der Regel empfehlenswerter sind, sind Bio-Chips in Hinblick auf den Fett- und Salzgehalte nicht an sich die bessere Wahl – hier muss man genauer hinschauen. Wir haben einige Produkte verglichen und die Ergebnisse waren durchaus überraschend. Auch hier der wichtige Hinweis: Wir wollen niemanden schlechtmachen oder hypen – und natürlich haben wir kein Geld für die Erwähnungen erhalten!

Diese möglicherweise gesunden Chips-Alternativen haben wir analysiert:

  • Kartoffelchips Meersalz von Alnatura 
  • Mais Chips Paprika von Alnatura
  • Linsen-Flips von Alnatura
  • Kichererbsen-Chips von dm 
  • Mini-Maiswaffeln Paprika der Bio-Zentrale

Kartoffelchips Meersalz von Alnatura

Positiv fällt hier auf, dass weitaus weniger Zusätze als bei den großen Industriemarken (wenngleich Alnatura nicht mehr klein ist) enthalten sind: Kartoffeln, Sonnenblumenöl, Meersalz  – alles aus biologischer Landwirtschaft.

Der Fettgehalt ist aber auch sofort erkennbar: Hier sind es auf 100 Gramm 37 Gramm, davon 3,1 Gramm gesättigt, an Salz ist aber nur ein Gramm enthalten und der natürliche Zuckergehalt liegt bei 0,7 Gramm.

Die Fettwerte sind insgesamt schon nah an den eingangs besprochenen Industriemarken. Immerhin ist alles etwas natürlicher und ohne zugesetzten Zucker. 

Mais Chips Paprika von Alnatura

Auch hier sind die Zutaten natürlicher, es wurde aber zugleich etwas Zucker hinzugefügt. Sehr positiv fällt auf, dass auf 100 Gramm nur 22 Gramm Fett enthalten sind, wovon 2,2 Gramm gesättigt sind. Der Salzanteil liegt bei 1,3 Gramm.

Hier kommen wir einem gesünderen Chips-Snack schon etwas näher. Natürlich ist es noch immer ein recht fetthaltiges und salziges Vergnügen, die Werte sind aber besser als bei den üblichen Kartoffel-Chips. 

Linsen-Flips von Alnatura

Auch Flips sind sehr beliebt und in der Regel leider ziemlich ungesund. Eine mögliche Alternative sind die Linsen-Flips von Alnatura. Sie enthalten nur 17 (auf 100) Gramm Fett, davon sind lediglich 1,4 Gramm gesättigt – also mehr als weniger als die Hälfte der Industriemarken. Der Zuckergehalt liegt bei 1,6 Gramm, Salz bei 1,3.

 

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In Sachen Fett haben wir hier also eine schöne Alternative, die (zumindest uns) durch den Pfefferanteil sehr lecker nach Grillabend schmeckt. 

Kichererbsen-Chips von dm

Ebenfalls sehr lecker finden viele die Kichererbsen-Chips von dm. Sie schmecken so ähnlich wie die berühmten Salzsnacks in Bärchen-Form. Der Fettanteil: gesamt 24 Gramm, gesättigt 1,9 (auf 100 Gramm); Zucker: 1,4 und Salz: 1,5 Gramm.

Der Fettanteil liegt hier wieder etwas höher, im Vergleich zu den großen Marken ist das Snacken aber immer noch weniger problematisch. 

Mini-Maiswaffeln Paprika der Bio-Zentrale

Als letzte Kandidatin schicken wir diese Chips-Alternative der Bio-Zentrale ins Rennen. Mais sehen einige Foodwatcher etwas kritisch, abgesehen davon sind die Nährwerte relativ gut: Fett gesamt nur 19 Gramm (2,6 gesättigt), Zucker: 1,1 und Salz 1,2 Gramm.

Auch hier haben wir einen verhältnismäßig geringen Fett- und Salzanteil. 

Fazit: Gesunde Chips – Alternativen

Fassen wir zusammen: Die großen Chips-Marken aus dem Supermarkt sind mit Fettwerten um die 30 Gramm ziemliche Schwergewichte und auch die gesättigten Fettanteile sind relativ groß. Das muss bei Bio-Chips nicht besser sein, aber bei den meisten Produkten, die wir angeschaut haben war das so. Nur bei den Kartoffel-Chips von Alnatura waren die Fettwerte mit den Industrieriesen vergleichbar und die gesättigten Fette noch etwas mehr als bei Chipsfrisch.

Die Bio-Snacks aus Mais, Linsen oder Erbsen sind deutlich fettarmer. Alnaturas Linsen-Flips von Alnatura konnten den geringsten Fettwert (17 auf 100 Gramm und nur 1,4 gesättigt) aufweisen. Alle betrachten Bio-Produkte sind immer noch recht salzig, enthalten aber allesamt weniger Zucker als Chipsfrisch und Co. Entsprechend wäre auch unsere Empfehlung, häufiger zu den Bio-Alternativen zu greifen.

Salzige Chips und Flips sind an sich keine sonderlich gesunde Geschichte. Relativ viel Fett und Salz sind die größten Probleme, bei den Industriemarken kommen unnötige Zusätze, mehr Zucker etc. hinzu. Chips und Co. sollten auf jeden Fall nicht zu oft und zu viel gegessen werden. Von Kalorien, die verbrannt werden wollen, ganz zu schweigen. Was Fett, Salz und Natürlichkeit anbelangt, sind die meisten Bio-Produkte die bessere Wahl. Nicht zu vergessen ist, dass Marken wie die Bio-Zentrale auch stärker auf nachhaltige Verpackungen setzen. 

PS an Freunde und Bekannte: Bitte kauft für eure nächste Party trotzdem Chipsfrisch, Pringles und Co. Wir möchten nicht ganz darauf verzichten;)

 

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